Naturstopps zwischen Nationalpark, Eibsee und Almgasthöfen
Den Kern der Landschaft schützt der Nationalpark Berchtesgaden, gegründet 1978 und der einzige deutsche Nationalpark in den Alpen. Auf rund 210 Quadratkilometern reicht er vom Wasserspiegel des Königssees auf 603 Metern bis zum Watzmanngipfel; seit 1990 ist er von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen. Wer hier hält, sollte sich an die Schutzregeln halten – Lärm, abseitiges Parken und offenes Feuer sind tabu.

Auch außerhalb des Nationalparks ist die Seenlandschaft ein Magnet. Der Eibsee am Fuß der Zugspitze, rund zehn Kilometer südwestlich von Garmisch-Partenkirchen, beeindruckt mit smaragdgrünem, klarem Wasser und kleinen Inseln; seine heutige Form entstand der Forschung nach durch einen Bergsturz vor rund 3.500 Jahren. Badebuchten an Walchensee, Kochelsee, Tegernsee und Eibsee sind zusätzliche Pausenplätze, und für die Rast unterwegs bieten sich die bewirtschafteten Almen und Berggasthöfe an – kurze Wege, regionale Brotzeit und meist ein Stellplatz in Sichtweite.
Wer die Region von West nach Ost durchquert, erlebt eine erstaunliche Bandbreite: weite Voralpenseen und Moore im Norden, schroffe Kalkmassive im Süden, sanfte Almböden auf den Mittelgebirgshöhen. Der Watzmann überragt das Berchtesgadener Land und rückt von vielen Aussichtspunkten ins Bild – etwa von der Rossfeldhöhe oder vom Königssee-Ufer aus. Wichtig bleibt überall die Rücksicht: In den Schutzgebieten und an den Seen ist wildes Parken, Lärm und das Befahren von Wirtschaftswegen nicht erlaubt, und gerade an den überlaufenen Hotspots entscheidet das Verhalten der Motorradfahrer mit darüber, ob Strecken offen bleiben oder neue Sperren folgen.